DIY & Food · Rezepte

Oktober – du herrlicher Kürbismonat (mit Update)

Ich habe vor Kurzem bei einem meiner seltenen Stadt-Bummel ohne Kinder im Vorbeigehen an einem der zahlreichen Kartenständer mit all diesen superschönen Handlettering-Style-Glitzer-Vintagelook-Karten (ihr wisst schon, was ich meine), eine Karte gesehen, auf der eine absolut wahre Weisheit zu lesen war:

Der Kürbis ist die Entschuldigung des Herbstes dafür, dass der Sommer vorbei ist…

Wie wahr, oder?! Ich bin gerne bereit, diese Art der Entschuldigung anzunehmen.

Und weil der Kürbis nicht nur optisch etwas her macht, sondern (oder vor allem!) auch kulinarisch eine Wucht ist, darf er bei mir als willkommener Gast auf meiner herbstlichen Speisekarte nicht fehlen. Da ich zwar gerne koche, aber mit zwei kleinen Kindern einfach nicht mehr die Zeit oder den Nerv für aufwendige Gerichte habe, bin ich aktuell sehr für die schnelle und unkomplizierte Küche zu begeistern. Kürbis vom Blech steht daher gerne bei uns auf dem Tisch, der Klassiker eben. Ein weiterer „oldie-but-goldie“ ist die Kürbissuppe. Sicherlich hat jeder von Euch ein Rezept für diese eine besondere Kürbissuppe, die super schmeckt, von Innen wärmt, bei allen Familienmitgliedern gut ankommt und das gewisse Etwas, eine geheime Geheimzutat hat? Ich auch und die ist wirklich lecker, wärmt toll von Innen und schmeckt uns allen. Geheimzutat: Liebe. 🙂 Ich hab nichts gegen Blechkürbis und Kürbissuppen, doch aus dem leckeren Herbstgemüse kann man sehr viel mehr zaubern. Daher bekommt Ihr hier heute kein weiteres Suppenrezept von mir, sondern vier meiner (vielen) Lieblingskürbisrezepte. Einfach in der Zubereitung, oberlecker, mit dem gewissen Pfiff. Nachkochen wärmstens empfohlen!

Nummer 1: Kürbis-Tarte mit Fetakäse

Dieses Rezept habe ich vor Urzeiten in einer Zeitschrift im Wartezimmer meines Zahnarztes gelesen und gleich abfotografiert. Das Wahrnehmen regelmäßiger Kontrolltermine lohnt sich also in doppelter Hinsicht. 🙂 dsc_0253

Zutaten für eine Tarteform mir 28cm Durchmesser:

  • ca. 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 400 g TK-Blätterteig
  • 200 g Creme frische
  • 120 g Sahne
  • 3 Eier
  • 200 g Fetakäse
  • etwas mehr als 2 EL Schnittlauch-Röllchen
  • Salz, Pfeffer und Thymian

So geht’s:

  1. Blätterteig auftauen lassen, Ofen vorheizen (200 °C, Umluft 180 °C), Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Blätterteig in die gefettete und bemehlte Tarte-Form drücken, den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Im heißen Ofen ca. 2-3 Minuten vorbacken.
  3. Creme fraiche, Sahne und Eier verschlagen, Fetakäse zerkrümeln und zusammen mit 2 EL Schnittlauch-Röllchen zur Eiersahne geben. Mit Salz,Pfeffer und Thymian nach Geschmack würzen.
  4. Kürbisscheiben auf dem vorgebackenen Tarte-Boden verteilen, mit der Fetakäsemasse übergießen und ca. 35-40 Minuten goldbraun backen.
  5. Zum Abkühlen auf der Form holen und mit den restlichen Schnittlauch-Röllchen bestreuen. Fertig.

Das Ergebnis schmeckt auch meinem kleinen Kürbisskeptiker Jakob. Wer mag, träufelt etwas Honig darüber. Hmmmm!

 

Nummer 2: Kürbis-Orangen-Marmelade mit Zimt

Ich habe letzte Woche von einer echten Herzensfreundin (im Gespräch über diesen Blogbeitrag) einen Rezeptvorschlag bekommen. Ich habe mich sofort in das Ergebnis verliebt! Danke, liebe „Jayzee“, für diese tolle Rezeptidee! Und  weil wir dieses Jahr unsere Silberne Freundschaft feiern (25 Jahre kennen wir uns schon, der Wahnsinn!), bekommst du natürlich auch ein Glas ab. 😉 dsc_0276

Zutaten:

  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 600 ml frisch gepressten Orangensaft
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 EL Zitronensaft
  • wer mag: 1/2 Pkg Orangenaroma und 1 EL Orangenlikör (ist im Originalrezept enthalten, ich habe es wegen der Kinder weggelassen)
  • Zimt nach Geschmack

So geht’s:

  1. Kürbis waschen, halbieren, entkernen und im Dampfgarer (oder im Dampfeinsatz über einem Wasserbad) weich kochen.
  2. Kürbisfleisch mit der Haut mit dem Pürierstab pürieren.
  3. Orangen- und Zitronensaft, Gelierzucker, Aroma und Zimt zum Kürbispüree geben und gut verrühren.
  4. Die Masse zum Kochen bringen und 5-6 Minuten weiter sprudelnd kochen lassen (anschließend Likör dazugeben).
  5. Fertige Marmelade in vorbereitete sterile Schraubgläser füllen und zum Erkalten auf dem Schraubdeckel stehen lassen.

Fazit: Man muss es probiert haben. Einfach nur lecker!

 

Nummer 3: Kürbis-Chips

Eine leckere Alternative zu den sonstigen Abendsnacks: Kürbis-Chips.dsc_0293

Dasselbe Spiel wie bei allen Gemüse-Chips:

Gewünschte Menge Hokkaido-Kürbis-Chips (mithilfe eines Sparschälers heraus geschnitten) kurz in Öl, Salz und Pfeffer einlegen und dann für ca. 90 Minuten bei 100 °C auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen knusprig werden lassen. Fertig ist der Kürbis-Snack.

 

Nummer 4: Kürbistaschen wie bei Oma Irma (Variante 1)

Hier kommt nun mein absolutes Lieblingsrezept mit Kürbis: Kürbistaschen nach dem Rezept meiner Oma. Bereits als Kind habe ich mich im Herbst auf Omas Kürbis-Spezialität gefreut und dann mit Genuss gegessen. Nun habe ich sie selber nachgebacken und mich an all den auf mich einströmenden Kindheitserinnerungen erfreut. 🙂 dsc_0252

Zutaten für 2 Backbleche:

Für den Teig:

  • 1 kg Mehl
  • 250 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Prise Salz
  • 2 Eier und 1 Eiweiß (das Eigelb wird noch zum Bestreichen benötigt)

Für die Füllung:

  • 600 g Hokkaido-Kürbis
  • 250 g Möhren
  • 3EL Zucker
  • eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten für den Teig verkneten.
  2. Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in Stücke schneiden. Möhren ebenfalls waschen, schälen und in grobe Stücke schneiden.
  3. Kürbis- und Möhrenstücke mit ein wenig Wasser, dem Zucker und Salz in einem Topf dünsten, bis alles weich ist. Flüssigkeit abgießen, Kürbis-und Möhrenstücke mit einem Pürierstab pürieren. Falls noch Flüssigkeit vorhaben ist, diese auch abgießen.
  4. Teig ausrollen, Kreise ausschneiden (entweder mithilfe einer Untertasse oder eines tollen Tupper-Raviolimakers, den man von seiner Mutter bekommen hat. Mutti ist die Beste. 😉 ).
  5. Einen gestrichenen EL Kürbis-Möhrenmus auf die untere Hälfe des Kreises geben, mit der oberen Hälfte „zudecken“ und den Rand gut zusammendrücken.
  6. Mit dem verbliebenen Eigelb bestreichen und mit ein wenig Zucker bestreuen.
  7. Auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 160 °C auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten goldbraun backen. Fertig.

    Ich gebe zu, das letzte Rezept ist etwas aufwendiger als die drei zuvor, doch ich wollte es Euch nicht vorenthalten.

Immer noch Nummer 4: Kürbistaschen wie bei Oma Irma (Variante 2)

Heute (26.10.) war meine Oma höchstpersönlich zum Kürbistaschen-Backen bei mir und hatte ein neues Rezept für den Teig mit dabei. Ich sage nur: So schmeckt der Kürbishimmel! DSC_0274.jpg

Zutaten für die Füllung: siehe oben

Zutaten für den Teig:

  • ca. 250 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 400 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 EL Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • eine Prise Salz
  • ca. 9 EL Öl

Zubereitung: siehe oben; einziger Unterschied: bei ca. 200 °C goldbraun backen.

Dank  des Quarkteigs schmecken die Kürbistaschen unfassbar locker und luftig! Unbedingt nachmachen!!

 

Habt Ihr auch leckere Kürbisrezepte oder Lieblingsherbstgerichte? Teilt sie mir gerne mit. Ich bin gespannt, welche Empfehlungen Ihr für mich habt.

Genießt den kulinarisch vielfältigen Herbst und lasst es Euch gut gehen!

Eure Regina

Ein Kommentar zu „Oktober – du herrlicher Kürbismonat (mit Update)

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