DIY & Food · Familie & Co

Sophias Herbstschatz (plus DIY-Tipp)

Sind kleine Kinder nicht toll?

Jeder, der selbst kleine Kinder hat, weiß, was ich meine und sicherlich auch diejenigen, die sich gerne für kleine Kinder begeistern. Kleinkinder sind irgendwie eine eigene Spezies Mensch, klein und süß und immer für eine Überraschung gut. Positiver, wie auch negativer Art. Dass es im Alltag mit Kleinkind(ern) Höhen und Tiefen gibt, weiß heutzutage sicher jeder. Doch heute lassen wir die Tiefen geschickt außer Acht und erfreuen uns stattdessen nur an den Höhen. 🙂 Und für alle, die (noch) keine Kinder haben, kommen hier einige positive kindliche Eigenschaften und Eigenarten, die mir (besonders an meinen Kindern) gefallen:

  • Dieses ansteckende Lachen! Ehrlich, es ist so unglaublich süß!
  • Diese Mini-Füße! Man muss kein Fußfetischist sein, um Babyfüßchen zum Abknutschen zu finden.
  • Diese leuchtenden Augen, wenn man als Elternteil zur Abwechslung etwas richtig gemacht hat.
  • Dieser unbeschreiblich gute Babyduft, der sich dank Babyöl übrigens auch über das Babyalter erhalten lässt.
  • Diese Konzentration und Sich-Im-Spiel-Total-Verlieren-Können, von der man sich als Erwachsener eine Scheibe von abschneiden sollte.
  • Diese überschäumende Begeisterung, wenn sie etwas eigenständig gemeistert haben.
  • Diese unbändige Neugier auf das Leben.
  • Diese Kreativität und dieser Erfindungsreichtum im Spiel (aber auch im Blödsinn anstellen…)
  • Diese Ehrlichkeit und ehrliche Naivität.
  • Diese freudige Bereitschaft im Haushalt mitzuhelfen! Sollte man so lange wie möglich nutzen. Die Pubertät kommt früh genug…
  • Diese Toleranz und Offenheit allem Neuen gegenüber (Sushi? Na logo! Flüchtlingskind? Ich sehe nur ein Kind!)
  • Dieser Egoismus, der aber im richtigen Moment in Empathie umschlägt! So toll!
  • Diese Faszination für das scheinbar Nichtige, Belanglose.
  • Dieser Blick für das Kleine, den man mit den Jahren leider zunehmend verliert. (Guck mal, wo kriecht die Raupe wohl hin?)
  • Diese Sammelwut aller eben genannten Nichtigkeiten, angefangen bei Ü-Ei-Schätzen, über Etiketten (Nicht wegschmeißen!!! Da sind rosa Schleifen drauf!!!!) bis hin zu Fundstücken am Wegesrand (gemeint sind Stöckchen und Steine, von denen man als Kind offenbar nicht genug haben kann…:-) )

Letztere Eigenschaft, die Sammelwut, kann man sich aber gerade jetzt im Herbst zunutze machen, wenn man sein Kind während des sonntäglichen Waldspaziergangs beschäftigen möchte. Oder auch einfach mal so im Garten. Eigentlich egal wo, Hauptsache an der frischen Luft. Man nehme ein sammelfreudiges Kind, eine nicht mehr benötigte Teebox und erteile einen „Arbeitsauftrag, der jedes kindliche Sammlerherz erfreuen dürfte: Finde so viele unterschiedliche Herbstschätze wie nur möglich.

Seitdem Sophia in den Kindergarten geht, versuche ich so oft es geht, besondere Mama-Tochter-Auszeiten bzw. Aktionen in unseren oft ausgefüllten oder hektischen Alltag einzuplanen. Zeit, die nur uns gehört und in der wir nur Mädelskram machen. Von 5-Minuten-Momenten, wenn Jakob unserer Gesellschaft überdrüssig ist und sich alleine in seinem Zimmer beschäftigt, bis hin zu Außer-Haus-Ausflügen: lesen und kuscheln, Nägel lackieren, mit ihren Playmo-und-Co-Pferden spielen, zu ihrer Lieblingsmusik tanzen, Shoppen (bevorzugt wird dabei ein Nudelsalat in der Campus Suite in Kiel geshoppt 😉 ), ein Sportevent oder banal den nächstgelegenen Spielplatz besuchen u.v.m. Hauptsache wir haben Zeit miteinander, in der sie mir von ihren kleinen und großen Belangen, Herzensangelegenheiten oder auch Anekdoten aus ihrem Kindergartenalltag erzählen kann, ohne gestört zu werden. Qualitytime eben, auch wenn der Begriff mittlerweile eher verpönt ist. Ich habe als „stay-at-home“-Mama irgendwie immer Qualitytime mit meinen Kindern, aber ich finde es dennoch wichtig, dass Sophia ab und an eine Auszeit mit mir verdient. Und ich mit ihr. Eben, weil sie nun einen Teil des Tages nicht mehr bei mir, mit mir verbringt.Vielleicht sollte ich es also eher als Zeit-Investition in unsere Mama-Tochter-Beziehung bezeichnen. Denn das ist es – eine Investition. In uns. Von der wir beide zehren, auch in stressigen und anstrengenden Momenten. Und nicht zuletzt dank der aufgetankten Mama-Tochter-Zeit finden wir dann immer wieder schnell  zueinander.

Bereits am Samstag bereiteten wir uns also erneut auf unsere nächste Mama-Tochter-Aktion vor: eine unbenutzte Teebox sollte Sophias Herbstschätze beherbergen, die wir am Sonntag, während eines Spaziergangs, vorhatten zu sammeln.

Zunächst verschönerte ich die Teebox nach Sophias Geschmack. Der Baumwollstoff mit Pilzdruck hatte es ihr dieses Mal angetan. Ich habe ihn mit Deko-Patch-Kleber angebracht, weil ich noch soviel davon habe… Eine Kastanie dient übrigens als Griff. Im Internet habe ich am Abend zuvor Motive von unterschiedlichen Herbstschätzen aus der Natur ausgesucht (jeweils ein Realmotiv und ein Ausmalbild) und zweimal ausgedruckt. Die Bilder dienen einerseits als Sortierhilfe in der Box und andererseits später als Wegweiser bei der Suche. Ich habe mich bei der Wahl der Motive für all dasjenige entschieden, das Sophia kennt und mit großer Wahrscheinlichkeit während des geplanten Spaziergangs im Park auch vorfinden wird:

  • Kastanien
  • bunte Blätter
  • Hagebutten
  • Tannen- oder Fichtenzapfen
  • (leere) Schneckenhäuschen
  • Walnüsse
  • Eicheln
  • Zieräpfel

1.jpgWährend ich also die Teebox mit Washitape weiter verwandelte, malte Sophia ihre Naturbildchen aus. Besonders hingebungsvoll. 🙂 Anschließend klebte Sophia jeweils ein Ausmalbild und das passende Realmotiv aneinander und ich ließ die fertigen Bildpaare durch das Laminiergerät laufen.

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen, ab ging es ins Bett. 8.jpgHeute, am Sonntag, war es dann soweit: Während Jakobs Mittagsschlaf (der Herzenspapa „opferte“ sich und leistete ihm – ebenfalls schlafend – Gesellschaf), schlichen Sophia und ich uns aus dem Haus, um uns beiden wieder etwas Gutes zu tun. Bewaffnet mit unserer aufgepimpten Teebox und ihren Aufgabenkarten nahmen wir bei bestem Nieselregenwetter Kurs Richtung nahegelegenen Park. Das Ziel: einen reichen Herbstschatz mit nach Hause zu bringen. Zum Glück ist Sophia von meinem herbstlichen Dekoversuch noch immer ganz im Herbstfieber und freute sich bereits bei der gestrigen Vorbereitung über ihre heutige Aufgabe. Eine Aufgabe ganz nach ihrem ohnehin-Schätze-liebenden-Geschmack. Sie besitzt einen Pixi-Heft-Schatz, eine Box mit all ihren Pferdeschätzen drin (Bilder, Kuscheltiere, Haarspangen mit Pferden u.v.m.) und einen Schatzkoffer voll mit Kleinkram, der ihr besonders am Herzen liegt (siehe oben: die Etiketten mit Schleifen drauf oder Aufkleber, die nicht mehr kleben, aber dennoch süß aussehen, kleine Figürchen usw.).

Eifrig wie ein Eichhörnchen (sorry, dieser Vergleich musste sein, wir haben schließlich Herbst…) machte Sophia sich während unseres Waldspaziergangs auf die Suche und fand tatsächlich (mit einer Mini-Unterstützung meinerseits) alle Naturschätze, die auf ihren Karten abgebildet waren.

Sophia und ich haben unseren Schatzsucher-Spaziergang sehr genossen. Dabei störte uns der Regen nicht. Im Gegenteil. So konnten wir den Grib der Gummistiefel beim Hochklettern eines Holzzaunes besser testen, den Regen mit der Zunge auffangen und herrlich in riesige Pfützen hinein springen, bis wir beide bis zu den Knien nass waren…Zeit, um wieder nach Hause zu gehen.

Während sich Sophia bei einer Tasse warmen Kakaos aufwärmte, nutzte ich die Gelegenheit, um unsere gesammelten Schätze festzuhalten. 15.jpg

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Sophia hat unsere herbstliche Schatzsuche sehr viel Spaß bereitet. Sammeln, in der Erde wühlen, den Blick fürs Kleine und scheinbar Unscheinbare schärfen, draußen sein, toben, Natur erleben. Ich habe es wieder einmal genossen, ihr bei alledem zuzuschauen und mich aufs Neue von ihrer Begeisterung auf das Leben anstecken zu lassen. Sophias hübsch arrangierter Herbstschatz ziert nun unseren Kamin. Und auch, wenn dieser Schatz der vergänglichen Art ist, bin ich froh, dass wir heute erneut investiert haben: In eine bleibende Erinnerung auf unser Mama-Tochter-Beziehungskonto.

P.S.: Während unserer 2-stündigen Schatzsuche-und-anschließend-wieder-aufwärmen-Zeit haben Jakob und der Herzenspapa auch fleißig investiert. In Schlaf. Denn so lange lagen die beiden im Milchkoma. 🙂

Was unternehmt Ihr mit Euren Kindern? Wie gestaltet Ihr exklusive Mama- oder Papa-Zeiten? Was haltet Ihr generell von Qualitytime?

Habt einen entspannten Wochenstart!

Eure Regina

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