DIY · DIY & Food

Welcome to my Kids-Crib #2

Endlich.

Seit meinem letzten Post ist leider mehr Zeit vergangen, als mir lieb ist… Doch das passiert, wenn man seit geraumer Zeit ein Kindergartenkind sein Eigen nennt und irgendwann nicht mehr nur besagtes Kind, beschmierte T-Shirts, nasse Socken und jede Menge Sand aus dem Kindergarten mit nach Hause nimmt, sondern auch die nächste Bazillenwelle. Nachdem wir also jeder reihum gehustet, geschnieft und geröchelt haben, kehrt langsam wieder der gesunde Alltag ein. Und ich habe endlich, endlich wieder die Zeit und die Energie mich mit den schönen Dingen des Lebens zu befassen. Schreiben zum Beispiel. Um Euch zu zeigen, was in der Zwischenzeit IN unserem kleinen Schwedenhaus auf Stelzen passiert ist. Denn nach dem Hausbau und dem „Richtfest“, folgt ja bekanntermaßen der Innenausbau. Mein Part also.

Zunächst aber (quasi zur thematischen Einstimmung) ein kleines Gedicht vorweg, bin ja schließlich noch irgendwo Literaturwissenschaftlerin und habe eine verrückte Schwäche für das gereimte Wort. Nun denn:

Das Mäuschenhäuschen

Es waren einmal zwei kleine Mäuschen,
Sie wünschten sich so sehr ein Häuschen.
Gesagt, gebaut, da steht es nun,
Doch Innen drin gab’s viel zu tun!

Gardinen dran, ein Tisch mit Stühlen
Und Bücher viele, sogar zum Fühlen,
Bilder, Spiegel, Klettwurfspiel,
Es wurde bunt und das gefiel!

Das Haus ist fertig, handmade mit Liebe,
Es freuen sich zwei Herzensdiebe.
Und wie ich ihnen zuschau‘ – so aus naher Ferne,
Denk‘ ich erneut: Ihre Kindheit hätt‘ auch ich sehr gerne… 🙂

Bitte seht mir die ein oder andere Stolperfalle nach, ich bin etwas aus der Übung. Egal, es geht hier um das Stelzenhaus aka Mäusehaus.

Ich liebe es, Räume gemütlich und praktisch zugleich zu gestalten. Das Häuschen sollte darüber hinaus nicht zu überladen sein, sondern vor allem genügend Raum für die eigene Kreativität der Kinder lassen. Nicht ganz einfach bei nur 2,7 m². Aber solche Herausforderungen finde ich toll! Erst recht, wenn der Bau des Stelzenhauses mehr Mäuse gefressen hat, als geplant. Wenig Raum und Mini-Budget, los ging es mit dem „Innenausbau“.

So sah das Häuschen nach Fertigstellung von Innen aus: Nackt bzw. naturbelassen, was ja in etwa dasselbe ist.

Wir haben das Haus von innen bewusst nicht gestrichen, diese Arbeit wollten wir den beiden kleinen Künstlern Sophia und Jakob überlassen, damit sie (endlich!) einen Ort haben, an dem sie ihre moderne Kunst ausleben können und im Gegenzug dafür unsere Wände und weißen Möbel im Haus (endlich!) in Ruhe lassen. Der Plan ist aufgegangen. Bevorzugtes Kunstutensil bzw. Malwerkzeug im Mäusehaus: bunte Kreide. Doch dazu später mehr.

Bunt und fröhlich – so sieht das Häuscheninnere nun beim Betreten aus. Ganz viel Zeit, DIY, Herzblut und einige alte oder ausrangierte Dinge im neuen Look (weil, kost‘ ja nix) verstecken sich hier.

Die Besichtigungstour kann losgehen:

In der kleinen Leseecke (rechtes Bild) können sich die kleinen Mäuse auf die easy-peasy-schnell-genähte „Kissenbank“ setzen und beim gemütlichen Herumfläzen oder beim so-tun-als-könnte-man-schon-Lesen etwas abschalten. Die „Bank“ ist deshalb so schnell gemacht, weil man dafür nur einen großen Kissenbezug (entweder vorhanden oder schnell genäht) mittig zusammennähen muss. Zwei längliche Inlets dienen als Sitzfläche und Lehne. Jakob nutzt das Ganze (ausgeklappt) lieber als kleine Liegefläche.

Sophias kleiner süßer Schatzkoffer mit Pixi-Büchern hat hier ebenfalls ein neues Zuhause gefunden. Pixi-Bücher sind übrigens super. Genial für unterwegs, weil klein und handlich und – weil mittlerweile reichlich vorhanden – abwechslungsreich, was die Story betrifft. Sehr zu empfehlen!

Doch nicht nur die beachtliche Pixi-Sammlung, sondern auch andere Buch-Lieblinge durften einziehen. Praktisch, dass ich noch zwei alte und – für meine Ansprüche (öööhm) – etwas nutzlose Gewürzregale im Haus gefunden habe, die – im neuen Look – in der Leseecke eine zweite Chance bekommen haben.

Ein Spiegel darf in keinem (Mädchen)Haushalt fehlen, so auch hier nicht. Wie gut, dass wir noch einen alten (woher auch immer), rahmenlosen Spiegel herumliegen hatten. Wie er zu neuem Glanz kam, könnt ihr direkt hier nachschauen. Beim Dekorieren durfte zumindest Sophia fleißig mithelfen. Und weil es ihr stets so viel Freude bereitet, mir meine DIY-Tools zu stibitzen, um sie anschließend für den Eigenbedarf nicht immer ganz bestimmungsgemäß zu verwenden, bekam sie ihr eigenes kleines DIY-Projekt: Eine Schönheitskur für das Holzpferd. Schaut mal hier.

Und was wäre ich für eine Mutter, wenn ich nicht für das leibliche Wohl meiner Kinder Sorge tragen würde? Ist nur rhetorisch gefragt. Denn natürlich dürfen sie auch in ihrem Mäusehaus mal snacken. Einzige Bedingung: Das Essen bleibt auf dem Tablett. Natürlich selbstgemacht. Das Tablett, meine ich. Aber auch der Muffin. 🙂

Ja, Flamingos sind gerade auch bei uns der Renner. Und ja, weil sie rosa sind. Besser wäre noch rosa-lila mit etwas mehr als nur ein bisschen Glitzer. Und weil es dieses dezente Federkleid in Natura noch nicht gibt, stehen wir mit dem örtlichen Flamingozüchter in Verhandlungen. Beide Seiten sind an einer baldigen Lösung des Problem interessiert. Zum Glück gibt es Muffinförmchen mit Flamingoaufdruck. Und Muffins, die den Mund schön voll machen, so dass man nicht mehr…mamfmamfmamf.

Wer sind doch gleich die beiden Mäuschen in dem Mäusehäuschen? Ach ja! Wofür Fingerfarbe und Buchstabenschablonen doch gut sind!

Gut, ich gebe zu, dass diese Wandmalerei ausnahmsweise nicht das Werk der beiden Kids ist. Sie dürfen sich dagegen an dem Spiel-und Maltisch austoben.

Wie man einen ungenutzten Ikea-Tisch mit ein paar Extras pimpt, könnt ihr hier nachlesen. Glücklicherweise besitzen wir nicht nur eine überaus große Pixi-Buch-Sammlung, sondern können darüber hinaus noch unzählbar viele kleine Matchbox-Autos unser Eigen nennen. Juchu… DIY sei Dank, sind die aber doch noch zu etwas nütze. Wie? Seht selbst. Ein weiteres Blitz-DIY sind die kleinen Memoboards aus Holzstielen.

DSC_1080.jpgHier hängen zwar bevorzugt gefundene Vogelfedern (na, welcher Vogel musste hier wohl Federn lassen?), doch auch Blumen, Blätter und andere Fundstücke aus der Natur sowie kleine Kunstwerke, Fotos oder Lieblingskarten dürfen sich gerne einmal von den Füchsen tragen lassen.

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass Kreide das bevorzugte Mittel der Wahl ist. Zumindest, was das Malwerkzeug betrifft. Und wie schön, dass Kreide im Gegensatz zu Buntstiften immer „funktioniert“, weil sie nie angespitzt werden muss. Dachte ich wenigstens. Doch wie erfinderisch meine Kinder sind, fällt mir immer wieder aufs Neue auf. Sie haben tatsächlich im Fußboden des Häuschens einen Kreideanspitzer entdeckt. Und ich dachte, das wäre überflüssig…tztztz… Kleines Extra nach getaner Arbeit: Mit Kreidepulver lässt sich ganz besonders schön schmieren, pardon: malen!

DSC_1120.jpgNeben dieser wunderbar sinnvollen Tätigkeit, üben meine beiden Mäuse besonders gerne die softe Version des Darts-Spiels aus. Ich muss zugeben, dass sowohl Sophia mit ihren über 3 Jahren als auch Jakob mit seinem Jährchen das Klettwurfspiel überraschend gut beherrschen. Ich werde das im Auge behalten. Vielleicht wird Klettwurfspiel irgendwann einmal eine coole olympische Disziplin und die Karriere der beiden startet genau hier, in ihrem Mäusehaus. 🙂 Ihr Erfolg im Treffen der Zielscheibe liegt sicher nicht zuletzt an der fancy-Flamingo-Karte, die natürlich auch an dieser Stelle nicht fehlen durfte und diesmal sogar in Gesellschaft das lustige Treiben beobachtet… 🙂

Da ich dank aussortiertem Deckenbezug viel Stoff übrig hatte, erfreut sich das Mäusehaus auch niedlicher Gardinen. Auf Wunsch einer kleinen Dame, ziert die Blumenseite das Häuscheninnere, während man von Außen den karierten Stoff sieht. Dank Klettband lassen sich übrigens alle Gardinen unkompliziert abnehmen, um zur Abwechslung auch das Innere einer Waschmaschine zu sehen.

Und weil ich nun mal nicht aus meiner Haut kann, durfte ich mich DIY-und dekomäßig weiter uneingeschränkt austoben. Bei der Wimpelkette haben Sophia und Jakob mitgemacht. Und wie bei den Babyhandabdrücken vor etwa einem Jahr, war Jakob auch dieses Mal nicht besonders kooperativ. Das Ergebnis laut Sophia: eine Watschelhand. 🙂 Wie man aber die Wimpelkette ganz leicht selber machen kann, lest ihr hier.

dsc_1086

Pompoms (sie dürfen NIE fehlen!) und bunte Holzbuchstaben machen das Häuschen (vorerst) komplett.

Auch Sophias bereits vor Wochen ausgesuchte Türgriffe sind an Ort und Stelle.

Klingt nach einer perfekten Überleitung. Denn nicht nur im Inneren des Häuschens hat sich optisch einiges getan. Auch das Äußere des Häuschens ist um das ein oder andere zünftige Accessoire reicher geworden.

Schnell noch Blumenzwiebeln gepflanzt, dann freut sich das kleine Gärtnerherz im Frühling über Krokusse, Tulpen, Narzissen und Co.

So fertig gebaut und geschmückt, präsentiert sich das Mäuse-Schwedenhaus in aller Pracht.

Ganz bescheiden und ohne all zu viel Eigenlob, würde ich sagen, dass das Stelzenhaus gelungen ist. Zumindest die beiden Mäusekinder sind entzückt und das erfreut mein Supermamaherz.

Das Gartenprojekt „Stelzenhaus“ ist somit offiziell beendet. Stempel drauf!

dsc_1097

Das nächste Projekt steht aber schon bereit. Was es ist, wird nicht verraten. Nur so viel: es wird garantiert wieder viel selbstgemacht. Eben handmade, mit Liebe. Uiuiui, spannend… 🙂

 

Wie gefällt Euch unser Schwedenhaus aka Mäusehaus? Seid ihr auch so DIY-verrückt? Welches DIY gefällt Euch am besten? Schreibt mir in den Kommentaren Eure Meinung. Ich freu mich drauf!

DSC_1119.jpg

Seid herzlich gegrüßt von Eurer Regina.

10 Kommentare zu „Welcome to my Kids-Crib #2

  1. Das nenne ich mal einen Kinder-Traum 😀 und mir gefällt das Natur-Holz innen sehr gut, würde das auch garnicht streichen. Wünsche euch viel Spass mit diesem schönen Haus und bin ein klein bisschen neidisch 😉

    Liebe Grüße
    Ella

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Eva,
      mein Mann und ich fühlen uns durch deine Anfrage sehr geschmeichelt, denn wir haben das Häuschen komplett selbst entworfen und gebaut. Wir haben also keinen Hersteller. Oder anders ausgedrückt: Wir sind die Hersteller. 🙂 Wir haben uns lediglich eine rudimentäre Zeichnung angelegt und anschließend – frei nach dem Motto learning-by-doing – mit dem Bauen angefangen (schau mal im ersten Häuschen-Beitrag –> Welcome to my Kids-Crib #1).
      Liebe Grüße aus dem Norden nach Köln.
      Regina

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