Familie & Co

Die guten alten Vorsätze…

Zack,

ein Wimpernschlag (guuuut, das ist etwas übertrieben, aber Ihr wisst, was ich meine…) und schon ist Weihnachten wieder vorbei. So viel Planung, Bastelei, Geheimnistuerei, Backerei und Vieles mehr, das vor einigen Tagen im Fest der Liebe gipfelte. Und nun?

Ich weiß nicht, wie es bei Euch so ist, aber nach den Weihnachtsfeiertagen fährt mein Kopf in einen Ruhe-Modus (dringend notwendig, da ich die Wochen vor Weihnachten so unter Strom stehe…warum eigentlich? Hm, andere Baustelle…) und ich komme innerlich dazu, meine Gedanken wieder zu ordnen. Wie praktisch, dass die Tage zwischen den Jahren so absolut Termin-frei und völlig entspannt vor sich hinplätschern. Diese leeren Tage sind für mich jedes Jahr eine gute Gelegenheit, mich dem überall herrschenden Gruppenzwang der Jahresrückblicke anzuschließen und über mein persönliches, gerade fast vergangene Jahr nachzudenken. Anders als im letzten Jahr, möchte ich dieses Mal tatsächlich auch das zurückliegende Jahr und auch meine für das Jahr 2017 gefassten Vorsätze kurz Revue passieren lassen, bevor ich mich dem neuen Jahr widme.

Wer mich gut kennt, der kennt auch sie: mein Faible für Listen. Wie sollte es daher auch anders sein, natürlich habe ich eine Liste mit Vorsätzen für ein neues Jahr. Sie umfasst etwa 10 Punkte, die ich jedes Jahr aufs Neue durchgehe und aktualisiere (wen die Liste interessiert, der findet sie hier). Ich muss gestehen, dass ich mir für das Jahr 2017 sehr viel vorgenommen habe. Nun kommt die nackte Wahrheit: Ich habe nicht annähernd das geschafft, was ich mir für 2017 zum Ziel genommen habe. Ich bin zwar tatsächlich gelassener geworden und wir als Familie haben auch tatsächlich geschafft über das Jahr verteilt, viele tolle mal mehr, mal weniger spontane Kurztrips in unseren Alltag einzubauen, aber ich glaube, dass diese beiden Punkte irgendwie Selbstläufer waren. Wie das? Die Kinder werden größer und damit einhergehend in vielen Punkten selbstständiger und verständiger, der Alltag wird leichter und das trägt automatisch zur elterlichen Gelassenheit und Unternehmungslust bei. Zumindest hier bei uns. Das wars. In allen anderen Vorsatz-Punkten habe ich kläglich versagt. Der Plan, mehr Zeit als Paar zu verbringen und mehr Zeit für Freunde zu haben, hat aus den unterschiedlichsten Gründen nicht hingehauen. Ebenso steht es um Punkt Mitmenschen. Es ist auch weiterhin dabei geblieben: „Nur Bares ist Wahres“. Und auch im Haus und im Garten ist weniger geschehen, als ich geplant habe (wahrscheinlich, weil wir die für die Veränderungen vorgesehene Zeit doch lieber in den nächsten Familienausflug investiert haben…upsi). Tja, selbst die Punkte Freizeit, Hobby, Sport, Blog und Job sind alle etwas vernachlässigt worden. Kaffee habe ich nur eine Woche lang gefastet und im Sommer vergessen ein Rad im Garten zu schlagen. Ob ich geschafft hätte? Keine Ahnung, der Mini-Punkt darf gerne auf die 2018-Liste.

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Und damit bin ich direkt beim Thema. Angesichts meiner selbst aufgestellten und von mir selbst nicht erfüllten Erwartungen und nicht erreichten Ziele für das Jahr 2017, soll es dann überhaupt noch eine 2018-Liste geben? Macht es Sinn, mir etwas vorzunehmen, mir persönliche Ziele aufzuschreiben, die bei Nicht-Einhaltung nur ein kurzes Achselzucken wert sind? Ist es nicht traurig, wenn meine Erwartungen an mich und meine sorgsam überlegten Pläne in die Gleichgültigkeit abrutschen, nur weil ich mir nicht eingestehen möchte, dass ich eventuell charakterlich nicht stark genug oder in meinem Zeitmanagement nicht effektiv genug bin, um sie zu erfüllen bzw. umzusetzen? Und überhaupt? Wen interessiert es, ob ich diese Ziele erreicht habe oder nicht? Für wen mache ich das Ganze Jahr für Jahr?

Die einfache Antwort: für mich. Nennt mich verrückt, aber ich setze mir gerne Ziele. Und selbst, wenn ich sie (wie in diesem Fall meine Jahresvorsätze für 2017) nicht alle erreicht habe, so treiben sie mich dennoch an. Ich reflektiere und verbessere mich gerne, um weiter zu kommen. In meiner Persönlichkeit, in meinem Umgang mit anderen, selbst in meinem Zuhause, in allem. Das mag vielleicht rastlos klingen, ist es aber nicht. Ich mag positive Veränderungen, egal, ob radikal schnell oder schleichend. Wie sagte meine Schwiegeroma so schön: Nur wer rastet der rostet. Daher werde ich auch fast alle 2017-Vorsätze für das neue Jahr übernehmen. Aber wie auch im letzten Jahr gilt: Alles kann, nichts muss. Meine Liste mit den Vorsätzen hängt schließlich nicht wie ein Damoklesschwert das ganze Jahr über mir und setzt mich unter Druck. Das wäre ja schrecklich. Mitunter vergesse ich sie auch mal. Ich versuche achtsam mit mir, meiner Zeit, meiner Familie etc. umzugehen, daher bleiben einige meiner Vorsätze auch weiterhin mehr, andere dagegen weniger wichtig.

Da fällt mir ein, passend dazu hat die liebe Monique (eine super kreative und talentierte Mama) auf ihrem coolen Blog Wunderschönes Chaos ein Gratis-Freebie in 13 unterschiedlichen Designs für all Eure Vorsätze für das Jahr 2018 vorbereitet. Ich werde mir definitiv die Häus’chen-Variante ausdrucken und endlich den einen oder anderen Punkt meiner Liste schwarz auf weiß in die analoge Welt übertragen. Vorsichtshalber.

Und apropos analog: Ich habe mir ein kleines Büchlein gekauft, in das ich jeden Tag eine Kleinigkeit eintragen möchte, für die ich dankbar bin. Eigentlich bin ich absolut nicht der Tagebuch-Schreiber-Typ, aber da werde ich mir wohl etwas mehr Mühe geben müssen, denn im neuen Jahr möchte ich wieder meinen Blick für das Positive stärken.

Zum Glück ist nur Platz für 100 Einträge… 🙂 Denn ich kann nicht garantieren, dass ich es tatsächlich JEDEN Tag schaffe, in das blaue Büchlein reinzuschreiben. Jeden zweiten aber? Am Ende des Jahres verrate ich Euch sicherlich, ob ich wenigstens diese kleine Herausforderung gemeistert habe. 😉

Wie steht Ihr zu dem Thema Vorsätze? Ist das ein überholtes Thema? Oder haltet Ihr es auch eher locker? Welche Punkte stehen denn so auf Eurer Liste? Das würde mich ja mal interessieren?

Ganz gleich, ob Ihr nun Listenfan oder der Chillimilli-Typ seid, ich wünsche Euch allen eine rauschende Silvesternacht und einen großartigen Start in ein noch großartigeres neue Jahr!

Liebe Grüße

Eure Regina

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