Blog-Geburtstag · Gastbeitrag

Gastbeitrag zum Bloggeburtstag: Gedankenkarussell zum 1. Geburtstag von Katrin von lifelawbalance.com

Hallo, moin und willkommen zurück auf der Bloggeburtstags-Sommerparty!

Hat Euch Julias süßes Eis-DIY von letzter Woche gefallen? Als hätte es der Sommer geahnt, dass er im Begriff war, ersetzt zu werden, schien die Sonne plötzlich wieder aus vollen Kräften und bescherte mir erneut Alterungsflecken Sommersprossen im Gesicht. Die habe ich dennoch voller Stolz auf einer echten, also im wirklichen Leben stattgefundenen Feier getragen. Am Freitag wurde Jakob, eben doch noch mein kleines Baby, schon zwei Jahre alt und ich fragte mich unwillkürlich, wie das passieren konnte. Wieso ist er bereits zwei Jahre alt? Ich bin in dieser Zeit doch gar nicht gealtert! Oder doch?? Ganz viele typische Mama-Gedanken schossen auf mich ein. Aber es scheint, dass ich nicht die einzige Mama auf diesem Planeten bin, die sich solche typischen Mama-Gedanken macht. Ich starte – perfekt übergeleitet – auch noch thematisch passend in die neue Woche mit einem neuen Gastbeitrag. Dieses Mal von meiner lieben Reallife-Freundin Katrin (29 J.), die seit März 2015 auf ihrem Blog www.lifelawbalance.com über das schreibt, was sie am meisten liebt: Familie, Fitness, Futtern (hihi, jetzt habe ich es doch so geschrieben 😉 ). Mithilfe eines Taschentuchs haben wir uns vor einer gefühlten Ewigkeit im Hörsaal während einer BGB-Vorlesung kennengelernt und ich freue mich, dass wir uns trotz räumlicher Trennung (Kiel-Frankfurt a.M.) noch immer wunderbar verstehen und sie heute mein Blogger-Gast ist. Und nun reiche ich virtuell zwar, aber nicht weniger feierlich die Schreibfeder an Katrin von lifelawbalance weiter.

 

Gedankenkarussell zum 1. Geburtstag:

10 Dinge, die ich im ersten Jahr als Mama verloren habe

Berichte über das Mamawerden und -sein, welche offenbar nicht nur mit einer rosaroten Brille geschrieben, sondern auch gelesen werden – das Internet scheint voll davon. Da sind Spuckflecken, Windelexplosionen, fliegendes Essen, durchwachte Nächte und meckernde QuEngelchen schneller vergessen, als das Kleine „Mama“ sagen kann.
Dies ist kein solcher Bericht. Immerhin ist seit der Geburt (Bericht hier und hier) meines Felix‘ gerade genau ein Jahr vergangen. 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage irgendwo zwischen Glück, Nervenzusammenbruch und purem Wahnsinn. Ein denkwürdiger Anlass zum, nun ja, Denken…
Ich möchte Euch heute also die wortwörtlich ungeschminkte Mami-Wahrheit präsentieren. Und 10 Dinge, die ich im vergangenen Jahr durch mein Baby verloren habe:

– Manche Freunde ohne Kinder. Liegt nicht zwingend am Zwischenmenschlichen, eher an den unterschiedlichen Terminplanern. Wenn andere abends Ballerinas gegen High Heels tauschen und noch zum After Work tingeln, lese ich zum dritten Mal „Die Eule mit der Beule“ vor und schlafe selig dabei ein.

– …Was uns zum nächsten Punkt bringt: meinen Schuhschrank! Dieses Baby verschleppt nicht nur alle Schuhe in ungeahnte Tiefen unserer Wohnung, wo sie einer eingehenden Inspektion unterzogen werden, es hat mir auch nach der Schwangerschaft eine Schuhgröße mehr da gelassen. Nicht, dass ich meine hohen Schuhe noch so oft tragen würde. Aber ich schaue sie gern mal an. Wenn ich sie zufällig in der Abstellkammer hinter dem Hundefuttersack finde.

– Ein Stück Ehemann. Immerhin ist dieser nun auch Papa. Also halte ich abends im Bett jetzt seine Hand, während diese eine kleine Kinderhand hält.

– Meinen Nachtschlaf. Und den Tagschlaf eigentlich auch. Muss ich noch mehr sagen… manchmal möchte frau zu ihrem kinderlosen Selbst zurückkehren, die ja immer sooo beschäftigt und sooo müde war. Und sie kräftig ohrfeigen.

– Zeit. Zum Duschen. Zum Schminken. Zum Schlafen. Zum Aufräumen. Zum Kochen. Zum Schlafen. Zum Lesen. Zum Schlafen…

– Mein Gedächtnis. Jedenfalls manchmal. Nicht nur sind die Geburtsschmerzen gedanklich schon in weite Ferne gerückt, ohne diverse Listen wäre ich im Alltag zeitweise nicht mehr funktionsfähig. Schwangerschafts- und stilldemente Frauen – sie sind unter uns!

– Gelegentlich meine ohnehin schon spärliche Geduld und dann beinahe meinen Verstand… nudelwerfende oder windelschmierende Babys bringen Frau und Waschmaschine manchmal an diverse Grenzen gleichzeitig. Wenn Ihr mich seht und ich hysterisch kichere und manisch vor- und zurückwippe, während ein leicht verwahrlostes Kind Reste vom Boden sammelt und isst – geht ruhig weiter…

– Zum Glück aber noch nicht meine Beherrschung. Manchmal finde ich sie nur nicht gleich. 😉

– Unzählige Söckchen und Schnuller. Habt Ihr Euch auch schonmal gefragt, woher diese traurigen, einsamen Relikte einer besitzlosen Kindheit auf den Straßen unserer Städte stammen? Gefühlt mit ziemlicher Sicherheit aus unserem Schrank.

– Aber vor allem: mein Herz! Für immer! Wenn Du, kleiner Spatz, Dich beim Einschlafen an mich kuschelst – wenn Du mir aus Deinem verschmierten Hochstuhl entgegenlachst – wenn Du mit diesem Patsch-Geräusch, das ich so liebe, um die Ecke krabbelst und Dein Gesicht bei meinem Anblick aufleuchtet – wenn Du mich beim Stillen mit Deinen großen blauen Augen anguckst – wenn Du Deine ersten Schrittchen auf mich zu machst und Dich in meine rettenden Arme stürzst – wenn Du mit Deinem kleinen Speckfinger auf alles (Un)Mögliche zeigst und so die Welt erkundest – wenn Du bitterlich weinst und nur ich helfen kann… bei jedem Atemzug verliere ich ein weiteres kleines Stück Herz. Und weißt Du was, kleiner Spatz, behalt’s! Es gehört doch schon längst Dir!

– Und da Liebe ja angeblich das Einzige ist, das mehr wird, wenn man es teilt, freue ich mich nicht nur auf die Geburt von Felix‘ kleinem Geschwisterchen im Februar, sondern auch jetzt schon wahnsinnig darauf, demnächst auch noch den Rest meines Lebens zu „verlieren“.

Ups, ist dies möglicherweise doch einer „dieser“ Berichte geworden? *macht ein nachdenkliches Gesicht, schiebt die rosarote Brille ins zottelige Haar, versucht sich zu erinnern, was sie gerade machen wollte und geht dann den Hochstuhl putzen*

image1

 

Hand hoch, wer fühlte sich beim Lesen ertappt, musste schmunzeln oder sogar laut auflachen und hatte zum Schluss einen kleinen Kloß im Hals, weil die Liebeserklärung an den kleinen Spatz einfach rührend ist?

Liebe Katrin, 

dein Text ist wundervoll. Einfach wundervoll. Punkt.                                                           

Danke dafür. :-*

Deine Regina

 

Nach diesem Exkurs in die Mama-Gedanken- und Gefühlswelt, geht es am Donnerstag festlich und kulinarisch zugleich weiter. Die zuckerdeern Nicole bringt eine Torte mit. Hmmmmmmmm!

Liebste Wochenstart-Grüße für Euch.

Eure Regina

 

 

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