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Krass, krasser, Kresse

Jajaja, ich weiß. Die Überschrift ist etwas reißerisch, alles andere als originell und auch das Thema Kresse im Frühling ist sicherlich für den einen oder anderen alter Käse. ABER: Muss ich das Rad denn immer neu erfinden? Nö. 🙂

Oftmals sind es doch die kleinen Dinge, die leider zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Dabei gehören sie nicht selten zu der Kategorie „einfach, aber gut“. Eben wie Kresse. Kennt doch jeder, na und? Ich finde Kresse großartig. Nicht nur weil man ihr sprichwörtlich beim Wachsen zuschauen kann. Sie ist auch noch eine tolle Ergänzung im Speiseplan. Laut meinem Lebensmittel-Lexikon (ein Geschenk meiner Mutti zum Auszug vor 10 Jahren; von meinem Vater gab’s rosafarbenes Werkzeug 🙂 ) ist Gartenkresse reich an Mineralstoffen und Vitaminen (Vit. B und C, Eisen, Kalzium und Folsäure) und gleicht somit einer kleinen Geheimwaffe. Die in Gartenkresse enthaltenen Senföle und Bitterstoffe sorgen für ihren typischen, leicht pikanten und an Rettich erinnernden Geschmack. Ich peppe unsere Frühstücksbrote gerne mit Kresse auf, doch auch in der von den Kindern heiß geliebten Tomatensuppe sorgt eine (Kinder-)Handvoll Kresse für den besonderen Geschmack.

Warum schreibe ich jetzt über Kresse? Weil Kresse im wahrsten Sinne eine kinderleichte Pflanze ist. Sozusagen benutzerfreundlich, denn sowohl das Säen als auch das Wachsen und natürlich auch das Ernten bereits kleinen Kindern Freude bereitet und sie somit kinderleicht an das Thema Nahrung, ihre Herkunft etc. heranführt. Sophia ist mittlerweile ein kleiner Kresse-Profi, doch auch Jakob findet inzwischen Gefallen an der Kresse.

Wir nutzen meist Obstkisten, um uns einen Kressegarten anzulegen. Mit Backpapier ausgelegt, damit der Boden nicht gammelig wird, dient eine Schicht Wattepads als Boden für die Kressesamen.

Anstelle von Wattepads kann natürlich auch Erde verwendet werden. Wattepads verursachen jedoch nicht so eine Sauerei (Kinderhände + Erde…ihr versteht schon 🙂 ).

Vor dem Säen sollte der Untergrund schön feucht sein. Am besten, man verwendet eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche, dann gibt’s keine Überschwemmung (auch hier gilt: Kinderhände + Wasser… 😉 ).

Nach einer Woche, während der fleißig morgens und abends mit der Sprühflasche gewässert wurde, ist die Kresse bereit für die Ernte.

Uns schmeckt Gartenkresse aber nicht nur als Topping in Suppe oder auf Brot, sondern auch in unserem Lieblingsdip zu Rohkost. Leider habe ich kein Foto von dem Dip, weil er schneller aufgefuttert wurde, als ich dachte… Stellt Euch den hammerleckeren Dip eben vor oder – noch besser – ihr macht ihn nach. 🙂

Zutaten:

  • 200 g Magerquark
  • 4 EL Milch
  • 2 EL Rapsöl
  • 100 g Salatgurke
  • 4 Radieschen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Apfel
  • Salz, Pfeffer
  • Gartenkresse nach Geschmack (bei uns ca. 1 EL)

Zubereitung:

  1. Quark mit Milch und Öl glatt rühren.
  2. Gurke, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Apfel waschen und klein hacken oder reiben und zum Quark hinzufügen.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Gartenkresse abschmecken.

Der Dip schmeckt pur auf Brot, zu Rohkost oder aber auch zu Kräuterwaffeln oder Folienkartoffeln.

Mir persönlich schmeckt Kresse tatsächlich als Topping eines Frischkäse-Gurke-Brötchens am besten. Einfach, aber wirklich gut. Und so soll es mit den simplen Dingen im Leben doch auch sein, oder?

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Wie steht Ihr zu Kresse? Top oder Flop?

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start ins Wochenende,

Eure Regina

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