DIY & Food · Rezepte

Johannisbeersirup – Mein Sommergeschmack 2016

Aus gegebenem Anlass (Achtung, nun wird’s ein wenig melodramatisch), denn der Sommer neigt sich seinem Ende: Mein Mini-Wetter-Post. Doch nicht nur, keine Angst. 😉

Ich liebe den Sommer! Sommergeruch auf der Haut, die von den warmen Sonnenstrahlen geküsst wird, rot lackierte Zehennägel in edlen oder lässigen Sandalen, abendliches Beisammensitzen auf der Terrasse, Grillen mit Familie und mit Freunden, die allgemeine Leichtigkeit, nicht nur in Bezug auf die Gemütszustände der Mitmenschen, sondern auch im Weglassen der dicken Klamotte, Schwimmen in der Ostsee,… Ich könnte ewig weiter aufzählen und vom Sommer schwärmen, denn der Sommer ist einfach  toll! Dem kursierenden Geschimpfe zum trotz haben die Herzenskinder und ich auch in diesem Sommer ausreichend Vitamin D tanken können, der Herzensmann holt das aktuell in der Elternzeit fleißig nach. Und auch an Vitamin C mangelte es uns bislang nicht. Denn das ist fast das Beste am Sommer: das sonnengereifte, heimische Obst. Unser Garten hielt und hält Vieles für kleine und große Naschkatzen bereit: Erdbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren hatten bereits ihren großen Auftritt, Brombeeren und Äpfel stehen schon in den Startlöchern. Sogar unser kleiner Kirschbaum präsentierte dieses Jahr stolz 3 Früchte! Und weil nicht nur Nachbars Kirschen bekanntlich besser schmecken, sondern auch deren Johannisbeeren, durften wir (wie in den Jahren zuvor. Wir haben wirklich nette Nachbarn, echte Herzensnachbarn sozusagen!) den gesamten Strauch abernten.

Dieses Jahr habe ich aus den Johannisbeeren, abgerundet mit Melisse und Minze, einen leckeren und erfrischenden Sirup gekocht, der als Beigabe zu Wasser, Sekt oder (ganz banal, aber der Renner bei Sophia) zu Pfannkuchen, den Sommer zumindest auf Gaumenebene verlängert.

Doch nun zum Rezept, das ich beim Zeitschriften-Aussortieren in einem kleinem Extra-Heft der LandIdee von 2015 gefunden habe.

Zutaten für ca. 1,6 Liter:

  • je 50 g frische Minze und Melisse
  • 1,1 kg rote Johannisbeeren
  • 800 g feiner Zucker
  • Saft einer halben Zitrone

Bereits am Vortag die gewaschenen Minz-und Melissenblätter in 800 ml Wasser aufkochen und über Nacht an einem kühlen Ort ziehen lassen.

Am nächsten Tag die  Johannisbeeren pflücken,

waschen und von den Rispen zupfen.

Das Melissen-Minz-Wasser vom Vortag abgießen, in einem großen Topf mit den sauberen Johannisbeeren aufkochen und zehn Minuten köcheln lassen.

Die gekochten Beeren durch ein Sieb abgießen, leicht auspressen und die Flüssigkeit auffangen. 1 Liter des Johannisbeerensaftes zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft im Topf verrühren, aufkochen und 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Währenddessen die Flaschen vorbereiten: Dazu die Flaschen gründlich von etwaigen Resten mit Spülmittel reinigen und klar abspülen. Anschließend mit kochendem Wasser füllen, nach einigen Sekunden wieder ausgießen und auf einem Tuch trocknen lassen. Damit die Glasflaschen beim Überbrühen nicht springen, stellt man sie für diesen Vorgang am besten in die Spüle und lässt etwas Wasser (ca. 1 cm) einlaufen. Bitte auch Schraubdeckel auf die gleiche Art sterilisieren.

Ist die Kochzeit vorüber, kann der Sirup in die vorbereiteten Flaschen gefüllt werden.

Ich habe mich überwiegend für kleine 100 ml-Fläschchen entschieden, da man sie immer gut als kleines Geschenk mitbringen kann.

Sind die Flaschen schließlich abgekühlt, kann das Verzieren losgehen.

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Sommergeschmack in der Flasche

 

Ich muss gestehen, dass mir der Sirup etwas zu dickflüssig, dadurch aber nicht weniger erfrischend, gelungen ist. Daher ist er in den Flaschen nicht so klar, wie ich es mir gewünscht hätte. Macht nichts. Im Herbst pflanzen wir unsere eigenen Johannisbeersträucher, dann habe ich im nächsten Jahr viele neue Versuchsmöglichkeiten.

Bis dahin genießen wir den Sirup zu Pfannkuchen.

Oder im Sekt. Prost!

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Juchu, „Kleine Herzensdiebe“ ist online!

 

 

Habt Ihr auch einen Lieblings-Sommergeschmack? Wie bewahrt Ihr Euch den Sommer? Verratet mir Eure Ideen, ich freue mich auf neue Anregungen, denn der nächste Sommer kommt bestimmt!

Ich wünsche Euch noch schöne und warme Augusttage!

Eure Regina

 

3 Kommentare zu „Johannisbeersirup – Mein Sommergeschmack 2016

  1. Maracuja! Definitiv! Ob frisch, als Saft, im Solero-Eis… geht immer! Schön hast dus hier, meine Liebe! Und tolle Fotos! Xo Katrin

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